Achillleion

Das Achilleion ist ein Palast auf Korfu bei Gastouri, etwa sieben Kilometer südlich der Inselhauptstadt Korfu, den die öster-reichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) in den Jahren 1890–1892 erbauen ließ. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1898 besuchte Sisi das Achilleion immer wieder. Ihre beiden Kinder Gisela und Marie-Valerie waren nur einmal dort, ihr Gatte Kaiser Franz Joseph hat es nie besucht.

Kaiser Wilhelm II., der schon immer Interesse an diesem Objekt bekundet hatte, kaufte es im Jahr 1907. Der Kaiser ließ 1908 über den deutschen Botschafter in den dort ansässigen deutschstämmigen Architekten Ernst Ziller beauftragen, Pläne und Kostenaufstellungen zur Reparatur und Renovierung des bestehenden Palastes zu erstellen, sowie Pläne für einen neuen 40-Zimmer-Palast.

Während des Ersten Weltkrieges wurden die Gebäude des Achilleion als Lazarett genutzt. Nach dem Krieg wurde es auf der Grundlage des Versailler Vertrages griechisches Eigentum. Als die Insel im Zweiten Weltkrieg ab 1943 von der deutschen Wehrmacht besetzt war, diente das Achilleion der deutschen Besatzungs-macht als Hauptsitz.  Nach dem Krieg fiel es wieder an den griechischen Staat zurück.

Im Jahr 1962 wurde es an ein Privat-unternehmen verpachtet, das das Erdge-schoss zu einem Museum und den ersten Stock zu einem Spielcasino umbaute.  In den Jahren 1994 und 2003 war das Achilleion Tagungsort des EU-Gipfels. Seither ist das Achilleion einer der Hauptanziehungs-punkte des korfiotischen Tourismus. Die Fotos zu diesem Artikel aus Wikipedia.

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